Gedämpfte Gyoza mit Schweinehack und Pilzen

Gyoza sind gefüllte Teigtaschen, die es in Japan als Snack oder zur Vorspeise gibt, gedämpft oder frittiert, gefüllt mit Hack vom Schwein oder Huhn, Garnelen oder vegetarisch mit Pilzen und Kohl… Die Varianten sind zahlreich und lassen sich an jeden Geschmack anpassen. Wir haben uns für gedämpfte Gyoza mit Schweinehack und Pilzen entschieden – dazu gab es zwei köstliche Dips.

Als Anregung haben wir mal in Stevan Pauls Kochbuch „Japanisch kochen“ geschaut, wie er die Gyoza macht. Seine Rezepte funktionieren einfach immer wieder wunderbar. Beispiele dafür findet Ihr etwa bei der Ramen mit knusprigem Schweinebauch oder Huhn mit Gurken- und Kartoffelsalat. (Falls die Empfehlung eines Kochbuchs aus purer Überzeugung Werbung ist, kennzeichne ich das hiermit gerne entsprechend.) Weil wir aber ein bisschen „Reste“ aus unserem Kühlschrank verwendet mussten, ist das Rezept für meine Gyoza mit Schweinehack und Pilzen eine Freestyle-Variante.

Erstmal gemütlich im Kochbuch blättern, bevor es weitergeht…

Zutaten gedämpfte Gyoza mit Schweinehack und Pilzen

Ergibt ca. 15 gedämpfte Gyoza

  • Gyoza-Teigblätter (TK aus dem Asia-Supermarkt)
  • 2 Blätter Spitzkohl
  • 100 gr Hackfleisch vom Schwein
  • 1 cm Ingwer, geraspelt
  • 1 Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten
  • 3 Shitake-Pilze, fein gehackt
  • einige Spritzer Sojasauce
  • einige Spritzer Sesamöl
  • 1 EL Raps- oder Erdnussöl zum Braten
  • 150 ml Gemüsebrühe

Zum Dippen gab es die hausgemachte süß-scharfe Chilisauce sowie einen Dip aus je 2 EL Sojasauce, Reisessig, roter Vogelaugenchili (fein gehackt) und je einigen Spritzern Fischsauce sowie Sesamöl.

Zubehör: Schüssel für die Füllung, nasses Geschirrtuch für die fertigen Gyoza, beschichtete Pfanne mit Deckel

Zubereitung gedämpfte Gyoza mit Schweinehack und Pilzen

  1. Die gewünschte Anzahl an Gyoza-Blättern auftauen.
  2. Die Spitzkohlblätter kurz blanchieren, gut abtropfen und fein hacken.
  3. Alle weiteren Zutaten vorbereiten und in der Schüssel gut vermischen – natürlich abzüglich des Öls zum Braten!
  4. Jetzt jeweils ein Gyoza-Teigblatt auf die Hand nehmen und einen TL Füllung in die Mitte geben.
  5. Die Teigränder mit Wasser bestreichen, zusammenklappen und dabei die Ränder in Falten legen.
  6. Fertige Gyoza auf einen leicht gefetteten Teller oder Antihaft-Papier legen und leicht mit dem feuchten Geschirrtuch abdecken.
  7. Dips zusammenrühren oder fertige Saucen in Schälchen füllen.
  8. 1 EL Öl in die Pfanne geben und auf mittlere Hitze bringen.
  9. Die Gyoza so hineinsetzen, dass sie sich nicht berühren.
  10. Bei geschlossenem Deckel einige Minuten von einer Seite anbraten.
  11. Deckel kurz anheben, die Gemüsebrühe zugießen und sofort wieder schließen.
  12. Die Gyoza etwa 10 min garen, bis die Flüssigkeit fast vollständig aufgesogen ist.
  13. Zum Schluss den Deckel abnehmen und die restliche Flüssigkeit verdampfen lassen.
  14. Zusammen mit den Dips servieren.
Gyoza gedaempft mit zweierlei Dip.

Natürlich könnt Ihr die Gyoza auch frittieren oder in einem Bambuskörbchen oder einem Dämpfeinsatz garen. Auch als Einlage in einer Suppe sind sie köstlich. Es gibt sicher für jeden die richtige Variante. Uns hat hier besonders gefallen, dass durch das einseitige Anbraten leichte Röstaromen und eine hübsche Farbe entstehen, die Gemüsebrühe dann aber auch noch mal Geschmack und eine ganz seidige Konsistenz geschaffen hat. Gerade zusammen mit Gästen macht die Herstellung tierisch Spaß und Ihr könnt viele verschiedene Varianten ausprobieren. Meine Gyoza mit Schweinehack und Pilzen ist nur eine Anregung!

Guten Appetit!

Pin Gyoza gedaempft.

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  1. Folgend meinem FB-Kommentar:

    Siehste, bei den Teigblättern hört‘s schon auf, bevor es anfängt. 🤪
    Der Rest dürfte selbst im Kaff kein Problem sein.

    Unser Biomarkt hat die einst umfangreiche Asia-Ecke auf ein Minimum reduziert, weil sowas niemand kauft.

    1. Julia Author says:

      Im Buch gibt es ein sehr einfaches Rezept für hausgemachte Gyoza-Blätter. Notfalls gehen auch Wan-Tan-Blätter. Vielleicht einmal zum Asialaden fahren und eindecken? Im Buch gibt’s aber viele Vorschläge für Alternativen zu exotischen Zutaten. Nur ganz ohne japanische Gewürze, Soßen usw. wird das japanische Kochen halt schwer…

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