Chiristas Ghassi: Curry mit Schweinefleisch nach einem Rezept aus Goa

Schwein bekommt man in weiten Teilen Indiens eher selten serviert. Nicht nur Moslems, auch Hindus halten nicht viel vom Schwein als Essensquelle. Lange Zeit galten die Tiere als Nahrung der Kastenlosen und waren entsprechend geächtet. Allerdings gilt dies nicht in Regionen, in denen die portugiesischen oder andere europäische Kolonialherren ihre (christlichen) Spuren hinterlassen haben.

Deshalb hat es mich auch nicht gewundert, dass das Rezept für Schweine-Curry aus dem Buch „Indian in 6“ von Monisha Bharadwaj, aus dem ich neulich schon zwei leckere Dips für Heikes Blog-Event gemacht habe, nach einem Rezept aus Goa zubereitet wird.

Für zwei gute Esser benötigt Ihr folgende Zutaten:

500 gr Schweinefilet

1 große Zwiebel

2 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder die entsprechende Menge beider Zutaten, sehr fein gehackt)

1 TL Kurkuma

6 rote Chillies (das Rezept spricht von 10 Chillies. Ich fand aber 6 scharfe mehr als ausreichend – Empfindliche nehmen noch weniger!)

1 TL Garam Masala

75 ml Wein-Branntweinessig

3 TL Ghee oder Sonnenblumenöl

So wird’s gemacht:

Das Fleisch in etwa Gulasch-große Stücke schneiden und mit dem Kurkuma vermischen. Zur Seite stellen und etwas ziehen lassen. Zwiebeln, Ingwer-Knoblauch-Paste, Chillies, Garam Masala und Essig in einem Mixer zu einer Paste pürieren. Das Ghee in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Schweinewürfel scharf anbraten, aber nicht komplett durchgaren. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Die Paste in der Pfanne unter Rühren anbraten. Abschmecken und salzen.

Etwas Wasser hinzugeben, so dass die Flüssigkeit eine saucen-artige Konsistenz annimmt (lieber erstmal zu wenig und etwas nachgießen!). Die Fleischwürfel hinzugeben und zugedeckt sanft köcheln lassen, bis das Schwein gar ist (dauert bei Filet-Fleisch nur wenige Minuten). Wem das Essen zu scharf ist, der kann mit etwas Kokosmilch oder Joghurt (Achtung, sollte nicht mehr kochen!) gegensteuern. Sofort servieren.

Dazu passt zwar eigentlich Reis, den man in Goa zu allem isst. Wir hatten aber am Vortag Reis und haben deshalb die Bombay-Kartoffeln gemacht (im Foto im Hintergrund), die ich hier schon mal vorgestellt habe. Diesmal allerdings ohne Tomaten, da das Curry saucig genug ist.

Ein schnelles, unkompliziertes Gericht (Ingwer-Knoblauch-Paste und Garam Masala sollten sowieso IMMER im Haus sein!), das ziemlich scharf und leicht säuerlich ist. Herrlich indisch!

Und da es – ohne die Kartoffeln – wirklich vergleichsweise schnell zubereitet ist, da Schwein nicht ewig schmoren muss (anders als bei Lamm- oder Rindercurry), ist Chiristas Ghassi mein März-Beitrag für das Dauer-Blog-Event Cucina Rapida von man kann’s essen.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

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  1. Sehr lecker!

  2. Ich weiss nicht weshalb ich selten bis gar nie indisch koche, dabei liebe ich es ja. Rezept ist jetzt aber mal gespeichert.

  3. Indisch koche ich auch nie, weiss nicht mal ob mir das schmeckt. Aber wenn es so einfach ist, und so wenige Zutaten braucht, könnte ich es ja mal probieren.

  4. @markus ja, gell? 😉

    @zorra probier‘ es unbedingt aus. es schmeckt soooo gut!

    @lamiacucina es gibt wirkich einige einfache indische rezepte (auch hier im blog), für die man nicht wahnsinnig viel einkaufen muss. das ergebnis ist in jedem fall besser als bei vielen indischen restaurants…

  5. thomasiosx says:

    Gude, kurze doofe Frage: Du schrobst in der Anleitung was von Currypaste – welche und wieviel nimmst du denn (rot, grün oder gelb)?

  6. @thomas Hach, das ist missverständlich formuliert. Danke für die Info. Damit ist nicht die Asia-Paste gemeint. Die steht ja auch nicht bei den Zutaten. Sondern die Paste, die Du quasi selber zusammenmixt: „Zwiebeln, Ingwer-Knoblauch-Paste, Chillies, Garam Masala und Essig in einem Mixer zu einer Paste pürieren.“ DIESE Paste ist gemeint. Ich ändere das mal ab. Viel Spaß beim Nachkochen!!

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