Friday Night Dinner Date: Pasta mit falscher Salsiccia und Lauch

Vor Kurzem habe ich meine Liebe zu Paccheri, den dicken Rohrnudeln, entdeckt. Mit Walnüssen, Erbsen, Feta und etwas Avocado haben sie mir köstlich geschmeckt. Einen regelrechten Trend hatten wir dann unter uns Foodbloggern, als zeitgleich auch Astrid (aka Arthurs Tochter) ihr Paccheri-Erweckungserlebnis verbloggt hat. Ihre Sauce aus Salsiccia und Lauch klang so köstlich, dass ich das unbedingt nachkochen wollte. Aber was tun, wenn weder Paccheri im Haus sind noch eine gescheite Salsiccia in Reichweite? Ganz einfach: Kreativ werden!

Denn was ist Salsiccia denn anderes als eine Wurst aus Schweinebrät mit ordentlich Knoblauch und Fenchelsamen? Jaja, es gibt hunderte Salsiccia-Rezepte und viel Streit über DIE RICHTIGE Salsiccia. Aber in all meiner gesammelten Literatur zur italienischen Küche kam ich immer wieder darauf zurück: Warum kompliziert, wenn es auch mal einfach gehen muss?

Also habe ich mich für Penne Rigate aus dem Vorrat entschieden und etwas improvisiert: Fertig war meine Pasta mit „falscher“ Salsiccia und Lauch. Wunderbar!

(Und falls Du eine Quelle für gute Salsiccia hast, dann greif‘ zu und reduziere die Zubereitungszeit noch mal deutlich, indem Du einfach aus der Wurst das Brät herauslöst und kleine Bällchen formst!)

Zutaten für zwei Personen:

150 gr Schweinemett

1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt

1 TL leicht gemörserter Fenchelsamen

Salz

Pfeffer, weiß aus der Mühle

Muskat

1 Stange Lauch, gewaschen und in Ringe geschnitten

Olivenöl zum Anbraten

50 ml Sahne

50 ml Weißwein oder Gemüsebrühe

Parmesan, frisch gerieben

Penne Rigate oder Paccheri für zwei Personen

Zubehör: Pfanne für die Sauce, Topf für den Lauch und die Pasta, Schüssel mit eiskaltem Wasser, Schaumlöffel.

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Mett, Knoblauch, Fenchel, Salz, Pfeffer gut vermischen und kleine Bällchen daraus formen. In der Pfanne Olivenöl erhitzen und die Bällchen darin gut anbraten.

Im Topf leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, den Lauch darin kurz blanchieren. Mit einem Schaumlöffel herausheben und in das eiskalte Wasser geben.

Das Lauch-Wasser wieder zum Kochen bringen und die Nudeln darin gar kochen (falls Du dünne Nudeln servierst, diese etwas später garen. Die Sauce wartet immer auf die Pasta – nie umgekehrt!). Psssst: Kartoffelwasser oder Gemüsewasser tragen unheimlich viel Geschmack. Deswegen geben wir auch immer etwas vom Kartoffelwasser an das Kartoffelpüree. Das funktioniert aber nur bei geschälten Kartoffeln. Klar, oder?

Während die Nudeln garen, Sahne, Weißwein und einen Hauch Muskat zu den Fleischbällchen in die Pfanne geben und etwas einköcheln lassen. Wenn die Pasta fast gar ist, den Lauch mit einem Schaumlöffel zur Sauce geben. Jetzt die Pasta ebenfalls mithilfe des Schaumlöffels aus dem Topf in die Pfanne geben. Das Nudelwasser bindet die Sauce noch etwas.

Alles gut vermischen und mit etwas Parmesan bestreut servieren.

Experiment geglückt! Wenn keine Salsiccia in der Nähe ist, muss Frau sich halt zu helfen wissen. Lasst es Euch schmecken und habt ein schönes Wochenende! 

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  1. gefällt mir ausgesprochen gut, auch wenn ich auf Rind oder Wild zurückgreifen würde….

    1. Julia Author says:

      Beides geht sicherlich einwandfrei. Auch wenn sich dann Lauch und Weißwein etwas schwerer tun werden. Kennst Du mein Tomaten-Meatball-Spaghetti-Rezept?

      1. bestimmt hab ich das schon gelesen. Wildschwein mit Weißwein und Lauch kann ich mir ganz prima vorstellen! Hausschwein steht mittlerweile auch auf der Liste des „liebernicht“

        1. Julia Author says:

          probier‘ es unbedingt aus und lass mich wissen, wie’s war. ich bin ein großer wild-fan!

  2. Julia Author says:

    ??

  3. Ähm, was ist denn da merkwürdiges mit meinem Post passiert??? Eigentlich hatte ich geschrieben dass dieses Gericht auch Sonntags auf Teller und Tisch bei mir darf. Technik……..;-) Gruß, Claudi

    1. Julia Author says:

      Vielleicht ein falsches „copy + paste“? Ich lösche die Sandstraße und freue mich, wenn Dir das Gericht den Sonntag verschönert. Hab ein schönes Wochenende!

  4. Das sieht köstlich aus und liest sich auch so und darf auch Sonntags bei mir auf den Tisch!
    Gruß, Claudi
    🙂

  5. ups, was ist denn das? kannst du das bitte mal löschen, ich starte einen neuen Kommentar-Versuch 😉

    1. Julia Author says:

      keine ahnung, was heute mit euren blogs los ist. scheint an blogspot zu liegen. der vorherige kommentar ist gelöscht…

  6. So, nochmal: Im Tessin habe ich eine wunderbare Quelle für Salsiccia (Samstagsmarkt in Bellinzona), doch hier zu Hause habe ich diese Köstlichkeit bisher vermisst, dies soll sich nun ändern. Danke dir für das Rezept.

    1. Julia Author says:

      herzlichen dank für deinen kommentar. bellinzona ist natürlich eh immer eine reise wert. in der zwischenzeit behelfe ich mir mit meiner „falschen“ salsiccia. wie schmeckt denn deine vom markt? sehr fenchelig? sehr fett? scharf? es gibt ja 1001 variante…

      1. Liebe Julia, nicht sehr scharf, dafür schön nach Fenchelsamen und vor allem nicht so fettig. Den Tip hatte mir mal eine Leserin meines Tessins-Blog gegeben und seitdem kaufe ich meine Salsiccia immer bei der Macelleria Marsa.

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