Tom Kha Gung: Thailändische Garnelensuppe mit Kokosmilch

Unser Weihnachtsmenü 2012 war erstmals komplett asiatisch ausgerichtet. Der Bruch mit der Tradition kam gut an, weshalb ich in loser Reihenfolge die Rezepte gerne mit Euch teile.

Trotz frühlingshafter Temperaturen wärmten wir die Familie erstmal mit einer Tom Kha Gung auf, bevor es den Yam Gai (Hühnchensalat) und einen vietnamesischen Oktopus-Salat zum Abkühlen gab.

Die Tom Kha Gung ist die etwas seltener auftauchende kleine Schwester der Tom Kha Gai, die es in teils absurden unterschiedlichen Qualitätsstufen heute in fast jedem Thai-Restaurant gibt. Dabei bin ich leider schon oft auf grauslige Kokos-Glutamat-Schleudern getroffen. Aber ich hatte auch das Glück, gegenüber von einer der besten Tom Kha Gais in ganz München (und darüber hinaus) zu wohnen.

Einen ersten Eigenversuch habe ich schon mal hier verbloggt. Allerdings erschien mir die Suppe damals fad und langweilig, aber keinesfalls eines Weihnachtsmenüs würdig!

Der bEdW und ich haben also das Internet durchforstet, gefühlte 3000 Rezepte gesichtet, vorgekocht und ausprobiert – und eine wirklich aromatische, schmackhafte Variante hinbekommen, die mittlerweile als absolut idiotensicher gelingsicher bezeichnet werden darf.

Für zwei Personen als Hauptgericht benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 Stengel Zitronengras

600 ml Hühner- oder Gemüsebrühe

400 ml Kokosmilch

4-6 Kaffirlimettenblätter

7-10 Scheiben Galgantwurzel

1 Schalotte, geschält und in Ringe geschnitten

200 gr rohe Bio-Garnelen (ohne Kopf aber mit Schale)

1,5 TL rote Currypaste

4 Pilze (z.B. braune Champignons)

6-8 Babymaiskölbchen

Korianderblätter

einge Spritzer Limettensaft

Salz

Fischsauce

1 TL Palmzucker

Die Zubereitung geht so fix, dass man die Suppe auch abends noch nach der Arbeit kochen kann:

Garnelen falls nötig entdarmen und soweit pellen, dass nur noch das „Schwänzchen“ hinten dranbleibt. Von den Zitronengrasstengeln trockene Teile abschneiden und das dicke Ende platt klopfen oder einritzen. Babymaiskölbchen mit heißem Wasser überbrühen und 1-2 Minuten ziehen lassen. Korianderblätter waschen und von den Stengeln zupfen.

Jetzt in einem ausreichend großen Topf die Brühe und die Kokosmilch aufkochen lassen. Schalotte, eine Prise Salz, Palmzucker, das Zitronengras, die Galgantscheiben und die Kaffirlimettenlätter bei reduzierter Hitze etwa 10 min köcheln lassen. Jetzt die Currypasste gut in der Suppe auflösen. Jetzt die Maiskölbchen und die Garnelen hinzugeben. Wenn die Garnelen schön rosig sind, Pilze in die Suppe geben und mit Fischsauce, Limettensaft und ggf. noch etwas Zucker abschmecken.

Die Suppe in tiefe Schalen füllen und mit den Korianderblättern garniert servieren.

Achtung! Die Suppe wird zwar mit allem serviert. Galgant, Zitronengras und Kaffirlimettenblätter kann man aber nicht mitessen!

Ein herrlich scharfes und exotisches Süppchen, das wie gemacht ist für kalte Wintertage…

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  1. Komisch eigentlich….gehört zu den Gerichten, an die ich immer mit Begeisterung denke, aber noch nie zubereitet haben….

    1. Dabei geht sie ganz einfach, wie Du ja siehst. Das Rezept ist echt gelingsicher und kann natürlich je nach Schärfeempfinden noch etwas angepasst werden. Probier’s doch mal aus!

  2. Das ist wirklich ein Zufall! Ich war im November 2011 in München und habe im „Jasmin“ eine ganz vorzügliche Rindfleisch-Glasnudelsuppe gegessen. Leider habe ich deren Namen vergessen und ich würde sie soo gern nachkochen… Hast du eine Idee wie sie heißen könnte? Deine Tom Kha Gung sieht extrem appetitlich aus. Ginge sie auch mit Huhn? (bin allergisch gegen Krustentiere und ich mag sie so gern-gemein!). Dann könnte ich sie auch machen 😉

    1. Witziger Zufall. Ruf doch mal dort an und frag nach der Suppe. Die sind dort sooo nett. Und ich schaue gerne nach, wenn ich Ende Januar evtl dort bin. Mit Huhn ist es eine Tom Kha Gai. Die geht genauso. Nur nimmst Du dann definitiv Hühnerbrühe, schneidest Hühnerbrust in Streifen und gibst sie bei Zeiten in die Suppe zum Garen. Ganz einfach!

      1. Ja, anrufen ist auch eine gute Idee…ich hatte gehofft, du würdest sie vielleicht kennen. Ist eine ganz bekannte. Und Tom Kha Gai gibt’s bald. Meinst du statt Galgant ginge auch Ingwer?

        1. Sie haben verschiedene Pho-Suppen. Den Namen kenne ich leider nicht. Ingwer statt Galgant geht, ist aber intensiver und ändert etwas den Geschmack. Die Suppe schmeckt aber sicher trotzdem…

  3. Also, es scheint sich um eine vietnamesische Suppe namens Pho Bo zu handeln. Danke nochmal für das wichtige Suchindiz „Pho“. Die gibt’s auf jeden Fall bald bei mir 🙂

  4. Sofort nachgekocht und für köstlich befunden. Das einzige was bei uns schief ging: Die Kokosmilch flockte unangenehm. Ist das unvermeidbar?

    1. Liebe Marla, das Flocken ist in vielen Rezepten gewollt. Wenn Du aber die Milch (sollte möglichst fett sein) unter dem Siedepunkt hältst, sollte sie nicht flocken. Freut mich, dass Euch die Suppe aber insgesamt geschmeckt hat!

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