Feine Lunch-Ideen: Herzhafte Muffins, herbstliches Baguette und pochiertes Ei

Tagsüber muss es schnell gehen. Da habe ich keinen Nerv, mich lange mit der Kocherei zu beschäftigen. Dennoch will ich was Leckeres auf dem Teller haben. Eine Lösung ist herzhaftes Gebäck, das sich prima aufheben und mitnehmen lässt. Muffins mit Tomate und Walnüssen etwa. 

Seit dem Sommer arbeite ich von Zuhause. Das hat den großen Vorteil, dass ich mittags schnell mal an den Herd springen und mir selbst etwas zubereiten kann. Gegenüber den früheren Mittagstischen im Restaurant spart das viel Geld, reduziert die schon ewig lagernden Vorräte und macht Spaß. Aber lange will ich trotzdem nicht am Herd stehen. Deshalb suche ich mir Kleinigkeiten, die schmecken, satt machen, ohne zu belasten und deren Zutaten eigentlich immer im Haus sind.

Diese herzhaften Muffins halten etwa eine Woche, wenn Du sie in einer Tupperdose aufbewahrst, und helfen über so manchen Hungerast oder schmecken auch abends zum Glas Bier oder Wein:

Muffin

Das Rezept für eine Variante mit Speck und Lauch findest Du hier. Ich habe diesmal Speck und Lauch durch etwa zehn gehackte getrocknete Tomaten (ohne Öl!) und zehn gehackte Walnüsse ausgetauscht und leicht angeschwitzt. Dazu gab’s noch etwas feingehackten Rosmarin. Das ergibt einen vegetarischen, mediterranen, lockerleichten Muffin, der zusammen mit etwas Salat oder Rohkost einen köstlichen kleinen Lunch bietet!

Ebensogerne esse ich mein geliebtes Käsebrot! Aber ein einfach belegtes Brötchen ist auf die Dauer zu langweilig. Also habe ich zum Salat ein paar Scheiben Baguette getoastet, dünn geschnittene Apfelscheiben darauf gelegt, etwas Nektarinen-Paprika-Chutney darüber gegeben und mit einigen Krümeln Roquefort gekrönt. Alles schnell unter den Grill geschoben und lauwarm zum Salat genossen:

Roquefort

Noch einfacher geht ein schnelles Brot mit Ei, das mir oft nach einem Morgenlauf den ersten großen Hunger stillt: Dazu einfach ein dunkles Brot toasten, mit Salzbutter bestreichen, Petersilie hacken und ein pochiertes Ei darübergeben. Fertig in Minuten! Hab dabei keine Angst vorm Pochieren! Klar, Du kannst Essig ins Wasser geben, einen Strudel rühren und viel Gedöns machen.

Aber es reicht völlig, wenn Du so lässig pochierst wie Jamie Oliver: Einfach ein Ei in ein kleines Schälchen aufschlagen und dabei den Dotter nicht verletzen! Das Schälchen sollte ungefähr so groß wie eine haushaltsübliche Suppenkelle sein. Dann Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und anschließend die Temperatur so reduzieren, dass das Wasser nicht mehr sprudelt. Das Ei hineingleiten lassen und genau drei Minuten garen. Mit einem Schaumlöffel vorsichtig herausheben und eventuelle Eiweiß-„Fransen“ abschneiden. Fertig!

Pochiertes Ei

Klar, ein nach allen Regeln der Kunst pochiertes Ei sieht gleichmäßiger aus und hat den flüssigen Dotter in der Mitte. Aber für einen schnellen Lunch und zwischendurch reicht die entspannte Variante völlig!

Und was isst Du in Deiner Mittagspause?

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  1. Ich habe (meistens) das Glück, über Mittag daheim essen zu können. Da nehm ich mir dann bewusst eine Auszeit und koch – nicht stundenlang, sehr gerne Risotto oder schiebe einen vorbereiteten Auflauf in den Ofen. Abends gibt es bei mir dann nur noch was schnelles, aber trotzdem leckeres 🙂

    1. Das klingt super. Wir essen ja eher abends unsere Hauptmahlzeit. Aber so eine Kleinigkeit zwischendurch selbst zubereiten zu können, empfinde ich als großes Glück gegenüber den Pappbrötchen von der Tanke…

  2. bei mir gibt es überwiegend adeliges Essen- „von gestern“ in der Mittagspause wenn ich ganze Tage arbeite. Zwei Stunden Pause- da kann ich nachhause fahren, Essen aufwärmen und genießen, am Sofa horchen, Kaffee und Schoki haben auch noch Platz bevor es wieder losgeht. Und mehrmals die Woche hab ich vormittags frei, da koche ich, – neues was dann am nächsten Tag „geadelt“ wird.
    Ganz gelegentlich gibt es auch mal sowas Schnelles mit Käse und/oder Ei- aber davon hatte ich schon während meiner Jugend mehr als genug, mir ist ein richtiges Mittagessen wichtig.

    1. 2 Std Mittagspause und dann noch die Nähe zur Arbeitsstelle sind natürlich ein toller Luxus, um sich tagsüber etwas zu kochen. Unsere Hauptmahlzeit gibt es meist abends, da reicht eine Kleinigkeit mittags. Wir arbeiten allerdings seit Jahren daran uns „Reste“ für den nächsten Tag zu erkochen. Mit mäßigem Erfolg…

      1. wenn ihr mal 30 Jahre geübt habt wie ich, klappt das!

        1. Dann bin ich hoffentlich in Rente und brauche keinen „Lunch“ mehr 😉

          1. na, aber Mittagessen, das tun Rentner auch!

          2. Ich glaube, ich würde es wie im Urlaub handhaben: lange schlafen, spät frühstücken und dann noch eine Hauptmahlzeit einnehmen. Mein Ideal!

  3. Danke für die Erinnerung, deine Lauch-Speck Muffins wollte ich ja schon ewig mal probieren 😉
    Ich hab das große Glück, direkt in der Mannheimer City zu arbeiten und vom Arbeitgeber auch noch Essenschecks zu bekommen – die Auswahl ist hier riesig, vegetarisches Restaurant, Vietnamese, Sri Lanka Imbiss, gute Pasta und Pizza, ich fühl mich manchmal wie im Schlaraffenland und weiß das sehr zu schätzen. Nur Fleisch gibt es bei mir mittags fast nie, denn da mag ich aus ethischen Gründen einfach kein günstiges Mittagsgericht essen…
    Seit ich die Möglichkeit habe, mittags sehr gut und nicht allzu teuer zu essen, schränke ich es abends etwas ein und fahre damit irgendwie auch ein bisschen besser.

    1. Prima, das ist natürlich Luxus.

  4. Bei mir gibt es meist Mittags etwas Kleines – leider arbeite ich 60 km von zu Hause entfernt, mitten in der Pampa-Hessens und muss immer etwas von zuhause mitnehmen. Heute gab es ein Porridge aus der Micro mit Banane und Apfel z.B. Die Hauptmahlzeit gibt es bei mir auch Abends – was mir ganz gut tut, da „große MIttagessen“ mich sehr müde machen…

    1. So ist es bei mir auch. Das „Lunch-Koma“ bremst ganz schön aus. Lieber abends & in Ruhe essen…

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