Kleiner Thanksgiving-Gruß: Cranberry Chutney

Bilde ich mir das ein, oder waren Cranberries bis vor einigen Jahren hier noch ziemlich unbekannt oder zumindest schwer zu bekommen?

Seit wir aber auch Halloween statt Reformationstag feiern, rückt auch der US-Feiertag Thanksgiving immer mehr ins Bewusstsein und in heimische Küchen. So wie meinem Empfinden nach Cupcakes erst durch „Sex and the City“ auch bei uns berühmt wurden, so haben Filme und Serien aus Übersee auch Truthahn, Pumpkin Pie und Cranberry Sauce bei uns bekannt gemacht. Zumindest kommt mir das so vor. Korrigiert mich gerne, wenn Ihr anderer Meinung seid.

Jedenfalls gibt es Cranberries mittlerweile in jedem Supermarkt. Der bEdW brachte eine Schale mit, ohne genau zu wissen, was wir eigentlich damit machen sollen. Und weil Cranberries – ähnlich wie die europäische Preiselbeere – gerne zu Wild oder dunklem Geflügel gegessen werden, schön herb und säuerlich sind, dachte ich mir, dass noch ein Chutney im Sortiment nicht schaden kann 🙂

Zutaten:

500 gr frische Cranberries

1 große Zwiebel

Ein großer, süßer Apfel (kann ruhig etwas mehlig sein)

Balsamico-Essig

Weißwein-Essig

Brauner Zucker

Apfelsaft

2 grüne Chilischoten

Gewürze: Zimtrinde, Chilipulver, Salz, schwarze Zwiebelsamen, Kurkuma

So geht’s:

Frische Cranberries waschen und ein klein bisschen anritzen oder mit der Gabel andrücken. Apfel schälen, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Chilischoten waschen, entkernen und klein hacken. Zwiebel schälen und klein hacken. Zwiebel und Chilischote in einem ausreichend großen Topf anschwitzen und mit dem Zucker bestreuen, bis sich alles zu einer homogenen Masse verbindet. Jetzt die Cranberries, ein Stück Zimtrinde und die Apfelstücke zugeben. Alles miteinander verrühren und würzen. Jetzt mit den beiden Essigsorten und dem Apfelsaft ablöschen. Die Mengenangabe ist hier schwierig: Das Chutney muss einköcheln und zum Schluss sämig sein. Deshalb zu Beginn nicht zu viel Essig und Saft nehmen. Andererseits tritt aus den Früchten kaum Flüssigkeit aus, so dass man schon etwas mehr benötigt als bei anderen Chutneys. Am besten startet man vorsichtig und schüttet immer noch einen Schluck Saft an das Chutney, wenn es so dickflüssig wird. Wenn es zu flüssig ist, einfach noch etwas offen köcheln und reduzieren lassen. Man kann bei Chutneys nicht viel falsch machen und kann ruhig ein bisschen experimentieren. Es lohnt sich!

Die vorher sehr festen Cranberries werden schon in wenigen Minuten weich. Insgesamt hat mein Chutney nicht länger als zehn Minuten gekocht. Die Masse in Schraubgläser füllen, fest verschließen und auf dem Kopf stehend abkühlen lassen. Geht echt blitzschnell. Aus den o.g. Zutaten haben sich bei mir 2 größere Schraubgläser ergeben.

Das Chutney ist schön fruchtig-herb und passt sehr gut zu Fleischgerichten aber auch zu Käse oder als Spread auf ein Sandwich. Ich finde es superschön, dass wir aus anderen Ländern immer wieder neue kulinarische Anregungen bekommen!

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