Glückspaket fürs Wochenende: Zu Weihnachten gebe ich Euch einen exklusiven Blick auf die Geschenke und noch schnell ein paar Einkaufstipps

Worauf ich mich dieses Wochenende freue? Natürlich auf die Weihnachtsfeiertage. Und darauf, die ganzen Glückspakete der anderen Blogger zu lesen, die sicherlich auch von Weihnachten handeln.

Aber Weihnachten fängt bei mir ja nicht erst am 24.12. an, sondern spätestens einen Tag vorher. Aus Tradition geht es da nämlich in die Frankfurter Kleinmarkthalle zum Einkaufen. An Heiligabend gibt es nämlich bei uns keine Gans (die gibt’s am 25.12.), keine Würstchen mit Kartoffelsalat und kein 4-Gänge-Menü, sondern kalte Leckereien aus aller Welt. Auf diesen Einkauf freue ich mich immer wie ein kleines Kind – vor allem, weil mich seit Jahren der bEdW begleitet 🙂

Los geht es mit einer heißen Rindswurst von Gräf-Völsing. Denn einkaufen mit Hunger geht gar nicht! Dann holen wir die Basics wie Brot, Tomaten… Weiter geht’s mit Wurst, u.a. bei der Metzgerei Dey. Dann zum Griechen, der fantastisch milden, cremigen Schafskäse hat, Oliven, Kapernäpfelchen, Taramas uvm. Bei den vielen sehr guten italienischen Feinkostanbietern dann noch San Daniele Schinken? Parmesan? Eingelegte Tomaten? Beim Iraner an der Ecke vielleicht ein paar Datteln für meine Mutter und ein bisschen kandierter Ingwer für mich? Danach unbedingt (!) zu meinem Lieblingsstand: Käse Thomas! Oh Gott, hier könnte ich mich einmal von links nach rechts und wieder zurück durch die Auslage essen. Unbedingt haben müssen wir einen stinkigen Ziegenkäse, einen bröckeligen alten Gouda, einen reifen Brie und dann noch irgendeine schöne Empfehlung des Personals. Zum Abschluss vielleicht im ersten Stock noch mal nach Meeresfrüchten geschaut oder beim Italiener nach Grissini suchen? Und wenn man schon mal oben ist, vielleicht ein Gläschen Wein auf der Terrasse? Die Kleinmarkthalle ist einfach wie ein Urlaub im Schnelldurchlauf. Egal, wie voll es dort an den Tagen vor Weihnachten ist. Leckereien für den Heiligabend geshoppt, viele fröhliche „Frohe Feiertage“-Rufe und die Vorfreude auf Weihnachten gehören für mich vor dem großen Fest unbedingt dazu!

Was ist Eure Heiligabend-Essens-Tradition?

Zurück zum Auto, die vielen Tüten ablegen und zur Entspannung noch ein Käffchen bei Wackers Kaffee.

Aber schon vorher kribbelt die Vorfreude. Nämlich beim Geschenkeverpacken.

Ich überlege mir jedes Jahr eine andere Verpackung und mag es, wenn es einen roten Faden gibt. Vor einigen Jahren war alles kalt und weiß verpackt mit Schneeflocken-Deko und Eisbären in Glaskugeln als Geschenkanhängern… Manchmal sind es einfach nur Naturmaterialien, die das Thema der Verpackung bilden. Oder mir ist nach bunt und witzig mit Zuckerstangen, Weihnachtsmännern und viel Bling-Bling.

In diesem Jahr hatte ich eine Idee von Schwarz und Silber.

Alles sollte klassisch-edel aussehen, ohne dabei zu übertrieben zu wirken. Also habe ich schwarzes Seidenpapier geshoppt, einen Schneeflockenstempel und ein Silber-Stempelkissen. Dazu Spiegelbuchstaben mit den Initialen der Beschenkten. Sonst weiß man ja gar nicht mehr, was was ist.

Toll dazu gepasst haben auch die schwarz-weißen Weihnachtsanhänger, die Nicky von Delicious Days ihren Lesern zu Weihnachten geschenkt hat.

Statt viel Tüll und aufwendigen Bändern habe ich diesmal mit Silberdraht und langen Kugelketten die Geschenke umwickelt. Letzteres sieht vor allem bei kleinen Päckchen hübsch aus (die nicht viel Platz für Deko bieten), wenn man die Enden zu einem dicken Knäuel zusammenknoten.

Für die Cracker aus der heimischen Produktion (Pssst… Die kann ich hier noch nicht verraten!) habe ich einen Verpackungstip aus Nickys Buch „Geschenkideen aus der Küche“ aufgegriffen:

Einfach die Cracker in ein Plastiktütchen (gibt es im Drogeriemarkt) geben und aus einer Sandwich-Tüte (ebenfalls Drogerie) ein „Guckfenster“ ausschneiden, die Tüten ineinander stellen, so dass man die Cracker sehen kann, die Butterbrottüte aber vor Fettflecken geschützt ist. Jetzt die Öffnung oben umschlagen und mit einem gefalzten und zugeschnittenen Stück Geschenkpapier „verbergen“. Besonders hübsch, wenn man eine Zackenschere für’s Schneiden nimmt… Jetzt noch schnell an beide Seiten ein einzelnes Loch lochern und mit Silberdraht je eine Öse schlingen. An eine der Ösen noch den Geschenkanhänger gehängt – Fertig!

Und natürlich gibt’s auch was für den alten Kater:

Damit das Auspacken richtig Spaß macht, hat sein Päckchen noch Engelsflügel angeklebt. Denn der Kerl steht auf alles aus Papier und erst recht auf alles mit Federn (tot oder lebendig!). Da er selbst schwarz-weiß ist, wird man ihn wahrscheinlich kaum finden zwischen den Päckchen.

Wie verpackt Ihr Eure Geschenke? Alle individuell für jeden anders? Oder mit „rotem Faden“? Recycelt Ihr Dekos aus dem Vorjahr oder lasst Ihr vielleicht sogar verpacken?

Ich wünsche Euch und Euren Lieben erholsame, friedliche, kulinarisch aufregende, lustige, fröhliche, besinnliche Feiertage!

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  1. Manu Hildebrand says:

    oooh, wie schön! Ich bin ganz neidisch auf’s Kleinmarkthallen-Shopping. Habt wunderschöne Weihnachten! und: ich möcht bitte ein Foto vom Geschenke auspackenden Nemo bitteschön 🙂

  2. Unser wird auch ganz kirre wenn er Federn sieht! Einmal hat er den Heiligenschein vom Engelkostüm meiner Tochter komplett zerlegt…je feiner die Federn, desto besser – habe ich den Eindruck…
    Schau mal, das ist vielleicht was für Dich: http://www.moma.org/explore/mobile/iphoneapp?utm_source=Goop+Newsletter&utm_campaign=d3d1974ba2-Goop_Newsletter_158_12_22_2011&utm_medium=email
    weiss nicht, funktioniert der link?
    Eine App fürs MOMA . TATE soll auch eine tolle haben…
    Fröhliches Fest Dir und Deinen Lieben!

  3. Hallo 🙂 Bei uns gibt es dieses Jahr, wie jedes Jahr, Fondue. Aber dieses Jahr haben wir es uns einfacher gemacht, denn wir haben dieses Festessen auf den ersten Weihnachtstag verlegt, da der Heilige Abend schon stressig ist, mit zwei Kindern. Deswegen gibt es da auch was ganz Einfaches, was aber alle essen werden: Toast Hawaii 😀

    Euch ein schoenes Weihnachtsfest und einen tollen Start ins neue Jahr! Und liebe Gruesse aus Chicago!

  4. @Manu: Es war wieder grandios in der Kleinmarkthalle. Inklusiver der Lachattacken vom bEdW, wenn ich zu arg ins Hessische verfallen bin 🙂

    @lebenslustiger: Danke für die tollen Tipps. Muss ich unbedingt reinsurfen.

    @Melanie: Toast Hawaii ist ja der Wahnsinn! Das wird sicher eine ganz tolle, liebe neue Tradition. Und Du hast recht: Der Heiligabend ist stressig genug. Deshalb gibt’s die Gans bei uns auch am 1. Feiertag.

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