Archive für Juli 2010

Wissen, was drin ist: Curry und Garam Masala

Dass ich einen Faible für indische Küche habe, dürfte ebenso bekannt sein wie mein Motto “Ich will wissen, was ich esse”. Wenn ich beides miteinander verbinden will, komme ich nicht drum herum, mir die beiden wichtigsten Gewürzmischungen für die indische Küche - Currypulver und Garam Masala - selber zusammen zu stellen.

Cumin, Kurkuma, Chili (im Uhrzeigersinn)

Das ist aber weniger aufwändig als gedacht und viel preiswerter als beispielsweise die völlig überteuerten Gewürzmischungen von Schuhbeck (auf denen übrigens auch nie die exakten Zutaten stehen!). Wer Angst hat, dass er die Einzelbestandteile oder Mischungen im Leben nicht aufbraucht, kann daraus schöne Geschenke machen. Eine selbst hergestellte Currymischung ist in einem hübschen Glas immer ein schönes Mitbringsel.

Currymischungen gibt es so viele wie Kartoffelsalatrezepte. Hier mein Favorit:

6 EL Koriandersamen

3 EL Kreuzkümmelsamen (Cumin)

1 TL Fenchelsamen (gut für die Fettverdauung!)

1/2 TL Bockshornkleesamen

3 getrocknete Chilischoten

3 Gewürznelken

1/2 TL Kardamomsamen

1 Zimtstange

2 getrocknete Curryblätter

Kurkuma nach belieben (macht die Mischung schön gelb)

Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen, Fenchelsamen und Bockshornkleesamen unter gelegentlichem Rühren anrösten. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einem Mörser zerstoßen (der Geruch ist absolut gigantisch!) oder in der Küchenmaschine feinhäxeln. Abkühlen lassen und luftdicht verschließen. Hält mehrere Wochen. Danach nimmt das Aroma langsam ab. Deshalb lieber die Zutaten verringern und häufiger frisch anrühren.

Garam Masala Mischung:

ca. 15 Kardamomkapseln

Lorbeerblatt

2 EL Kreuzkümmelsamen (Cumin)

2 EL Korianderkörner

2 TL scwarze Pfefferkörner

1 TL Gewürznelken

3 Stücke Zimtrinde

1/4 TL Muskatblüte (Macis)

Alle Gewürze mörsern oder in der Maschine fein mahlen und wieder luftdicht verschließen.

Die Muskatblüte gibt einen leicht säuerlichen Geschmack. Garam Masala ist perfekt für Schmorgerichte mit Fleisch. ABER ACHTUNG: Immer erst zum Schluss zugeben und nicht mehr mitkochen lassen, sonst wird das Ganze ziemlich bitter.

Für die Aufbewahrung verschiedener Gewürzmischungen eignet sich auch eine Gewürzbox. Sowas hat in Indien jede Hausfrau und ist auch bei uns im Asialaden oder über das Internet  erhältlich. Wenn man die Gewürze aber nicht so häufig einsetzt, sind gut verschlossene Dosen oder Flaschen deutlich besser geeignet. (Meine muss wohl mal wieder aufgefüllt werden :))

Gewürzdosen machen das Kochen mit vielen Zutaten etwas übersichtlicher

Die Gewürze erhält man übrigens auch am günstigsten im Asialaden. Dann kann man aus einem kleinen Betrag wirklich große Mengen Curry oder Garam Masala herstellen. Und man weiß, was drin ist!


Und läuft und läuft und läuft…

Nach meinem allerersten Halbmarathon im Mai habe ich die Lauferei etwas schleifen lassen. Erstmal habe ich eine Woche lang die Füße hoch gelegt und GAR NICHTS gemacht. Seitdem laufe ich zwar wieder 3 x die Woche - aber doch deutlich unstrukturierter als vorher.

These shoes are made for running

Mit Ziel läuft es sich einfach besser. Deshalb habe ich mich zu meinem zweiten Halbmarathon angemeldet: Am 10. Oktober findet in München im Rahmen des “normalen” Marathons erstmals auch ein Halbmarathon statt - zum 25. Jubiläum quasi.

Also werde ich in den nächsten Woche wieder lange Läufe (meine liebsten!), Intervallläufe (naja) und kurze Tempoläufe (ich kotze) kombinieren und Kilometer schrubben.

Ich freue mich jedenfalls auf einen schönen Parcours an all den Münchner Sehenswürdigkeiten vorbei. Und - most of all - auf den Zieleinlauf in das Münchner Olympiastadion. Das verleiht echt noch mal Flügel an den Füßen. Da freut man sich einfach, wenn man von der Marathon-Atmosphäre ein bisschen Gänsehautfeeling schnorren darf, obwohl man nur die Hälfte gelaufen ist :)

Wer lesen will, wie sich eine Läuferin auf den vollen Marathon vorbereitet, sollte Sarah Emilys Blog lesen: Sarah Emily läuft Marathon.

Wenn ich nach 21 Kilometern noch japsen kann, wird sie auf jeden Fall angefeuert! Und nächstes Jahr nehme ich dann die 42 Kilometer in Angriff - in Frankfurt. Wo sonst? ;-)

Mein Lieblingskochbuch: Fresh Indian

Eine große Schwester, die in England lebt, kann manchmal Gold wert sein. Zumindest, wenn sie das Faible der kleinen Schwester für indische Küche kennt und neben einem Ziegel Tamarindenextrakt auch gleich noch das passende Kochbuch dazu verschenkt.

Fresh Indian auch bei Amazon erhältlich

Ich jedenfalls LIEBE “Fresh Indian. Over 70 healthy recipes” von Sunil Vijayakar. Das englische Kochbuch enthält nicht nur jede Menge leckerer indischer Gerichte (vegetarisch, mit Fleisch oder Fisch, Saucen, Dips, Beilagen…), sondern vor allem auch Mengenangaben in den üblichen Gramm und Milliliter, Appetit anregende Fotos und einfach nachzuvollziehende Kochanleitungen. Der Untertitel “healthy recipes” bezieht sich darauf, dass die sonst eher mächtige indische Küche zeitgemäß “verschlankt” wird: Joghurt statt Kokosmilch, im Ofen garen statt frittieren usw. 

Da bekommt man nicht nur Lust auf’s Kochen, sondern kann auch ohne Reue genießen…. 

Wenn’s schnell gehen muss: Sandwich-Variationen

Es gibt so Tage: Keine Zeit einzukaufen, keine Lust zu kochen, wenig im Kühlschrank und trotzdem HUNGER! Da ist es die Rettung, wenn wenigstens Brot im Haus ist. Die Münchner Ökobäcker der Hofpfisterei verschicken ihr Brot mittlerweile sogar deutschlandweit. Und wer ein Manufactum in der Stadt hat, kann das herrlich knusprige Sauerteigbrot von Brot & Butter kaufen. Hmmm… Aber wenn es frisch nicht geht, ist Vollkorn-Toastbrot eine Alternative, die  sich einige Tage  hält, Knäckebrot hält sowie ewig. Aber auch Piadina, die superdünnen italienischen Teigfladen, gibt es mittlerweile sogar bei Aldi (manchmal!) oder anderen Supermärkten. Sie halten sich im Kühlschrank mehrere Wochen und können ein echter Lebensretter sein.

Piadina gibt’s bei Spina oder auch Aldi

Einen Fladen in einer großen Pfanne erwärmen und dann nach Lust und Laune (und Kühlschrankinhalt) belegen. Klassisch ist natürlich Pesto (homemade - Ihr erinnert Euch?), Rucola, Tomate (getrocknete sind etwas herzhafter), Parmaschinken, Parmesan-Spalten und einige Tropfen Olivenöl sowie Balsamico-Essig. Fertig ist der italienische Genuss.

Für Vollkorn-Toast ist ein Sandwichmaker natürlich ideal. Wie in einem Waffeleisen werden zwei belegte und aufeinander gelegte Toastscheiben an den Rändern quasi versiegelt und von beiden Seiten gebräunt, wobei Käse superlecker zerfließt. Käse in Scheiben, gekochter Schinken und Tomaten sowie einige Chiliflocken reichen aus, um eine leckere Zwischenmahlzeit zu ergeben.

Sandwichmaker sind eine gute Investition

Unser Kühlschrank war heute wirklich leer. Die Zutaten haben aber trotzdem ein leckeres Sandwich-Deluxe ergeben:

Salzbutter

getrocknete Tomaten

Rosmarin-Schinken

Rucola

frische Tomaten

Chiliflocken

einige Tropfen kräftiges Olivenöl

einige gehackte Walnüsse (die werden noch zum Running Gag) obendrauf

Lecker ist, was da ist!

Und dazu ein Glas eines einfachen Rotweins, der im Idealfall nicht verübelt, wenn man ihn auch noch 1-2 Tage aufhebt.

Die Meister des belegten Brots sind natürlich die Skandinavier. Das dänische Smörrebröd oder das schwedische Smörgasbord (untertriebener Name für phantastische kalte Buffets) sind weit über die Grenzen bekannt. Feine Rezepte gibt es hier.

PS: Auch Reste vom Vortag lassen sich zwischen zwei Brotscheiben zum leckeren Sandwich veredeln: Hühnchen übrig? Einfach etwas Frischkäse mit Curry vermischen, auf das Brot streichen, Fleisch zerpflücken und drauf legen, darauf eine Scheibe Orange oder Avocado. Wer mag, kann noch einige Rosinen dazu geben. Wer noch Frischkäse natur übrig hat, kann diesen mit frisch gehackten Kräutern, Kürbiskernen und frischem Kernöl verfeinern. Radieschen oder Sprossen drüber und fertig ist der vegetarische Snack. Die Varianten sind unendlich.

Mein Lieblings-Belegtes-Brot ist übrigens: Frisches Sauerteigbrot, Salzbutter, frische Tomate, Schnittlauch. Mehr braucht es nicht für ein echtes German Abendbrot!

Was ist Euer Lieblingssandwich? Oder worauf greift Ihr zurück, wenn’s schnell gehen muss?

Wein @ Twitter

Bevor ich überhaupt je an’s Bloggen gedacht habe und noch bevor ich mein Profil bei Facebook eingestellt hatte, war ich schon ein großer Fan von Twitter. Im April 2007 hatte ich zum ersten Mal etwas über den Microblogging-Dienst in ”Die Zeit” gelesen und war gleich Feuer und Flamme. Die Idee, kurze Nachrichten mit der ganzen Welt austauschen zu können, fasziniert mich bis heute.

Mittlerweile hat sich mein Twitter-Account zu großen Teilen - wenn auch nicht ausschließlich - zu einem Netzwerk aus Weinfreunden, -kennern, -experten, -händlern und -herstellern entwickelt. Ich bin immer wieder begeistert, wie schnell man Feedback zu Weinempfehlungen, Fragen, Tipps und Bezugsquellen bekommt. Es macht einfach Spaß, sich mit einem chilenischen Weinfreund über die Weine meines Favoriten-Weinguts Montes auszutauschen, Italienreisenden Tipps für hervorragende Weine vom Erzeuger zu twittern oder sich mit Amerikanern über die Unterschiede zwischen Kalifornischen und Europäischen Chardonnays zu unterhalten…

Neben dem Spaß und den vielen Informationen hatte Twitter neulich aber gleich noch einen praktischen Nutzen: Nachdem ich einige Tweets zur aktuellen Twitter-Weinverkostung (sucht mal nach dem Schlagwort #twv) gelesen hatte, war mir aufgefallen, dass die Weine diesmal vom Weingut Manderschied kamen. Ausgerechnet jenem Weingut, dessen 2008er Pinot Blanc bei unserem letzten Wine O’Clock der absolute Favorit gewesen war. Dummerweise war unsere Einkaufsquelle aber versiegt, sodass unsere Gäste diesen super spritzigen, frischen und wunderbar sommerlichen Wein nicht nachkaufen konnten.

Was lag also näher, als @manderschied gleich mal über Twitter anzuhauen, ob sie nicht noch ein paar Kisten für uns und unsere Gäste im Keller hätten? Nach kurzem Hin und Her und wirklich schnellem Feedback waren die Kisten zu einem super fairen Preis geordert und wurden innerhalb weniger Tage geliefert. Das gab natürlich gleich mal eine Empfehlung am Follow-Friday und heute noch den Blog-Eintrag dazu. Soviel Kundenservice und schnelle, unkomplizierte Bearbeitung muss einfach belohnt werden.

Manderschied 2008 Pinot Blanc hier links im Bild

Schaut doch mal auf meinem Twitter-Account vorbei. Vielleicht findet Ihr ja noch den ein oder anderen, dem es zu folgen lohnt (einfach unter “following” gucken - Listen lege ich aus purer Faulheit keine an. Man muss sich ja nicht zu Tode verwalten). Wem folgt Ihr denn so auf Twitter? “Nur” Freunden und Bekannten, oder zieht sich da ein roter Faden durch die Accounts, denen Ihr folgt?

Es gibt ihn: Der perfekte Lauf (und danach einen Marari Beach Cooler)

Kennen die Läufer unter Euch das? Man läuft los und hat mit den ersten Schritten das Gefühl, dass es perfekt wird. Heute war so eine Gelegenheit: 20 Grad, leichte Brise, Sonnenschein, nicht zu viele Leute unterwegs. Genau die richtigen Bedingungen für einen langen, entspannten Lauf, der mich heute an der Isar bis zum Englischen Garten - Höhe Chinesischer Turm -, um den Kleinhesseloher See, zurück zum Hofgarten und von dort wieder nach Sendling geführt hat. 15 Kilometer in entspanntem Lauftempo. Der perfekte Lauf eben. (Vielleicht lag das Feel-Good-Moment aber auch darin begründet, dass im MP3-Player Bayern3 lief mit einem Motown-Special bei “Fritz & Hits”. Wer könnte nicht butterweich laufen mit Marvin Gaye und den Jackson 5 im Ohr?)

Danach ist Belohnung angesagt: Sonntags-FAZ und einen alkoholfreien Summer Drink!

Marari Beach Cooler

Für den Marari Beach Cooler braucht man Ingwer Sirup (wie’s geht, hat Anne hier beschrieben) oder alternativ ein Stück frischen Ingwer, den man reibt und ausdrückt. Der Saft sollte einen guten TL ergeben. Mit Annes Sirup isses aber leckerer ;-). Außerdem eine grüne Chilischote, Ananassaft, Eiswürfel, Grenadine, Zitronensaft und Mineralwasser. (Mengenangaben mache ich hier keine, weil jeder selber wissen muss, wie’s am besten schmeckt. Am besten probiert Ihr es aus!)

Ingwersirup, Ananassaft, Zitronensaft und Chilischote (angeritzt) in einen Shaker geben oder in einem großen Glas ordentlich umrühren. Chilischote herausnehmen, längs einritzen und an einen Glasrand stecken. Drink in’s Glas geben (gerne noch mehr Eis dazu) und mit Mineralwasser soweit auffüllen, wie’s schmeckt. Dann wie beim Tequila Sunrise etwas Grenadine langsam am Glas herunterlaufen lassen. Strohhalm rein, Füße hoch und relax!

Man kann dann noch einen Minzezweig zugeben. Als Aperitif abends kann der Cooler noch mit Gin oder Wodka gemixt werden. Der Beach Cooler schmeckt aber auch ohne Alkohol super.

Auf geht’s zur Auer Dult!

Dreimal im Jahr - im Mai, Juli und Oktober - findet die Auer Dult am Münchner Mariahilf-Platz statt, am Fuß des Nockherbergs. Und das seit 700 Jahren. Wie seit 1310  können sich jedes Jahr die Bürger auch heute noch mit Töpfen, Geschirr, Messern, Flechtkörben, Operationsbesteck (!), Lebensmitteln, Wundermittelchen, Putzzeug und vielem mehr eindecken. Neben den Haushaltsständen (und zahlreichen Scheuslichkeiten) gibt es auch gleich mehrere Gassen mit Antiquitäten, Trödel und allerhand Krempel.

Für uns ist die Dult immer ein Pflichttermin. Nicht nur zum Gucken und Stöbern. Beim “Messermo” beispielsweise lassen wir für kleines Geld einige unserer Küchenmesser schleifen. Bei “Schöne Dinge - Klaus & Inge” gibt es die besten und dezentesten Räucherstäbchen der Welt, die garantiert keine Kopfschmerzen machen und selbst die hartnäckigsten Küchengerüche eliminieren (und das ist manchmal wirklich nötig!). Natürlich gibt’s bei Klaus und Inge auch stärkeres Räucherwerk inklusive einer Einführung in “räuchern für Rituale”. Aber wir bleiben immer bei unseren französischen Küchengeruchskillern…

Heiß geliebt ist übrigens auch unsere Radi-Spindel, mit der man den Rettich biergartengerecht in einer endlosen Schlange schneiden kann. Die gehört in jeden Münchner Haushalt!

Ein unbedingtes Muss für mich persönlich sind noch die Brausestäbchen - die sich natürlich durch nichts von herkömmlichen Brausestäbchen unterscheiden. Aber so bleiben die kleinen sauren Dinger eben was Besonderes, wenn man sich dreimal im Jahr darauf freut…

Nach einem ausgiebigen Bummel kann man noch den Nockherberg erklimmen oder erradeln und bei einer kühlen Maß und einer guten Brotzeit (das Essensangebot auf der Dult ist nämlich nicht sonderlich empfehlenswert) noch mal die vielen Eindrücke Revue passieren lassen.

Die Jakobidult geht noch bis 1. August.

Kitsch, Krempel, Haushaltswaren - sind solche Märkte eigentlich ein Anachronismus oder charmantes Überbleibsel aus einer Zeit, in der man sich nur dreimal im Jahr mit Hausrat eindecken konnte. Was meint Ihr?

Orientalische Paprika-Walnuss-Paste

Feurige orientalische Paprikapaste

Wir haben immer noch Walnüsse übrig :)

Und weil wir das wirklich empfehlenswerte Kochbuch Oriental Basics (GU) erst viel zu wenig genutzt hatten, wurden am Wochenende 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Für die Paste benötigt man (in unserer leicht abgewandelten und würzigeren Variante) 3 rote Paprikaschoten, 100 gr Walnusskerne, 50 gr altbackenes Brot, Knoblauch, 1 rote Chilischote, Harissa (Würzpaste, die es mittlerweile auch im Supermarkt gibt o. Ihr schaut am Ende des Posts*), 1/2 Bund Petersilie, Sumach (optional - ein säuerndes Gewürz, das orientalischen Gerichten den letzen Kick gibt).

Backofen auf 250 Grad vorheizen, Paprika waschen, vierteln und in der Mitte auf das Blech legen. Jetzt backen, bis die Haut schwarze Blasen wirft und anschließend in einen Gefrierbeutel geben, abkühlen lassen. Jetzt kann man die Paprika ganz einfach häuten (Ich habe das tatsächlich am Wochenende zum ersten Mal gemacht und habe mich gefragt, wie ich bisher ohne gehäutete Paprika leben konnte. Die Röstaromen sind himmlisch!).

Walnüsse und Brot in der Küchenmaschine klein hacken und alles in einer Pfanne anrösten (Achtung! Anbrenn-Gefahr). Knobi und Chili winzig klein hacken und mit den Paprikas sowie der Brot-Nuss-Mischung verrühren. Jetzt noch Harissa, Salz und Sumach (ersatzweise ein paar Spritzer Zitronensaft) sowie klein gehackte Petersilie unterheben - fertig!

Schmeckt toll zu Fladenbrot oder Grillfleisch.

Was habt Ihr zuletzt ausprobiert? Was hat Euch denn zuletzt in der Küche überrascht? Ich werde jetzt jedenfalls öfter aus den Oriental Basics kochen…

* Harissa: 125 gr getrocknete und gehackte Chilischoten in heißem Wasser einige Minuten ziehen lassen. Abgießen und mit 1 EL getrockneter Minze, 1 EL gemahlenem Koriander, 1 EL gem. Cumin (Kreuzkümmel), 1 TL Kümmel, gehacktem Knoblauch (je nach Gusto), Olivenöl und Salz pürieren - bis die Paste schön pastenartig ist. Hält sich mit Öl bedeckt einige Wochen im Kühlschrank. Ist super als ganz dünner Brotaufstrich oder zu Grillgerichten.


Sonne im Glas

Oh wie schön! Das German Abendbrot und unsere Wine O’Clocks haben meine Kollegin Ortrud zum Endlich-wieder-Bloggen inspiriert. Schaut unbedingt bei ihr vorbei - sie macht phantastische Fotos! (Mehr davon schon bald auch an dieser Stelle)

Es muss nicht immer Basilikum sein

Ich weiß bei dem, was ich esse, gerne was drin ist. Nachdem im letzten Jahr darauf aufmerksam gemacht wurde, dass auch in teuren Pestos Cashewnüsse und Sonnenblumenöl anstatt der ungleich teureren Zutaten Olivenöl und Pinienkerne zu finden sind, mache ich Pesto lieber selber.

Der Aufwand ist nicht groß und die Zutaten Basilikum, Olivenöl, Parmesan und Pinienkerne meistens im Haus.

Aber auf Dauer wird das klassische Basilikum-Pesto irgendwie langweilig.

Deshalb habe ich am Wochenende ein Rucola-Walnuß-Pecorino-Pesto gemacht.

Einfach ein Paket Rucola waschen, trockentupfen und in ein hohes Gefäß geben. Dann ca. 50 gr Walnüsse knacken (wir haben noch ganz viele aus dem Garten meiner Eltern übrig - ungeschwefelt und sehr lecker) und leicht anrösten, Pecorino reiben (lieber etwas mehr - dann kann man je nach Konsistenz noch etwas zugeben). Jetzt Nüsse und Pecorino zum Rucola geben, pürieren und Olivenöl langsam zugießen, bis die Masse schön mousse-artig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, fertig. Ich habe diesmal noch ein paar Chili- und Knoblauchflocken dazu gegeben, um das Ganze etwas würziger zu machen.

Hält sich mit Öl bedeckt im Kühlschrank einige Wochen.

Rucola-Walnuss-Pecorino-Pesto

Für “Spaghetti con pesto” einfach Nudeln kochen, einen Esslöffel Pesto in den Teller geben und mit einem Schluck Nudelwasser etwas verflüssigen. Zum Schluss die gekochten Spaghetti im Teller vermengen und mit ein paar frischen Kräutern für’s Auge oder klein geviertelten Tomaten servieren.

Das Pesto nehme ich übrigens auch für den mediterranen Nudelsalat her - meinem derzeitigen Biergarten-Liebling.